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Der AS Calcio soll einen Kunstrasenplatz erhalten. Den Bedarf begründet der Verein mit den stetig steigenden Mitgliederzahlen. Die Investitionskosten betragen 2,985 Millionen Franken. Der Gemeinderat stimmt heute Abend über das Geschäft zuhanden der Volksabstimmung ab.

Kreuzlingen Die Fussballvereine FC Kreuzlingen und AS Calcio hätten ihren Flächenbedarf für Trainingsbetrieb und Meisterschaftsspiele bereits vor vier Jahren angemeldet, heisst es in der Botschaft. «Durch die konstant hohe Anzahl von Fussballspielern beim AS Calcio und der positiven Entwicklung des FC Kreuzlingen in den vergangenen sechs Jahren ist mittlerweile ein so grosser Bedarf entstanden, der mit den bestehenden Rasenfeldern und dem Kunstrasen im Hafenareal nicht mehr gedeckt werden kann», so die Botschaft. Der AS Calcio hat aktuell 466 Mitglieder und 17 Mannschaft, der FC Kreuzlingen 380 Mitglieder und 15 Mannschaften.

Vertrag mit langfristiger Nutzung

Der Stadtentwicklungsplan sah vor, dass ein künftiges Zentrum für Fussball auf dem Döbeli statt im Gebiet Seezelg angesiedelt werden könnte. Nach intensiven Gesprächen und Abklärungen mit der Stadt Konstanz ist der Bau eines grossen Sportzentrums auf den Flächen der heutigen Kleingärten im Döbeli nicht denkbar und wird vom Gemeinderat Konstanz abgelehnt. Zugestanden wurde aber der Bau eines Platzes, wenn eine enstprechende Ersatzfläche für den heutigen Konstanzer Landwirt zur Verfügung gestellt wird. Der Kunstrasenplatz auf dem Döbeli muss von Grund auf neu erstellt werden. Beim Bau muss mit erschwerten Bedingungen gerechnet werden. Eine entsprechend hohe Anzahl von Drainagen und ein stabiler Unterbau sichern auf diesem Boden eine langfristige Nutzung. Für die heute genutzte Fläche besteht mit der Stadt Konstanz ein Pachtvertrag, dieser läuft am 31. Dezember 2022 aus. Im Zusammenhang mit der geplanten Kunstrasenfläche konnte mit Konstanz ein Vertragsentwurf über 25 Jahre ausgearbeitet werden. «Ohne einen langfristigen Pachtvertrag kann Kreuzlingen keine Investitionen in beantragter Höhe tätigen», hält der Stadtrat fest.

Pachtverträge sind Sache des Gemeinderates

Im Döbeli ist ein uverfülltes System vorgesehen. Einerseits sei die bestehende Reinigungsmaschine auf dieses System abgestimmt, andererseits sei die Erfahrung mit dem Kunstrasenplatz im Klein Venedig positiv. Die Bauart sei in Anschaffung und Pflege wie auch im Unterhalt etwas kostengünstiger. Um das neue Spielfeld verlaufen Abschrankungen und ein zwei Meter breiter Streifen aus Verbundsteinen für Zuschauer. Zusätzlich sind zwei Stadionstufen für weitere 200 Zuschauerplätze vorgesehen. Die Platzbeleuchtung ist als LED-Anlage konzipiert und die Leuchtwerte reichen für offizielle Spiele bis 2. Liga interregional aus.

Für die Erstellung des Kunstrasenplatzes mit Umgebungsgestaltung stellt der Stadtrat ein Kreditbegehren in Höhe von 2,858 Millionen Franken. Die Volksabstimmung findet am 10. Februar 2019 statt. Die Stimmberechtigten werden aber nicht über die neuen Pachtverträge befinden. Neben der Erneueung des Pachtvertrages im Döbeli wird die gemeindeeigene Parzelle 779 als landwirtschaftliche Ersatzfläche verpachtet. Die Stadt schliesst dabei den Vertrag nicht mit dem Pächter, sondern mit der Stadt Konstanz ab. So sei die Einhaltung der Rahmenbedingungen für die Vertragsunterzeichnung Döbeli sichergestellt.

Kurt Peter